Fichte isoliert gut, Lärche trotzt Wetter, Weißtanne beruhigt Räume mit feiner Maserung. Mondholz und luftgetrocknete Bohlen verziehen sich weniger. Zapfen, Schlitz und Schwalbenschwanz vermeiden Metall, vermindern Knacken und leiten Kräfte sanft. Eine geölte Oberfläche lässt Holz atmen und repariert sich partiell mit jedem Nachölen. Achte auf Quellrichtung und Splintholzanteil, damit Türen bei Frost nicht klemmen.
Stein speichert Tageswärme und gibt sie langsam ab, ideal nahe beim Ofen oder als Bank am Kamin. Trockenmauern lassen Feuchtigkeit entweichen und folgen der Logik der Schwerkraft. Schiefer schützt Sockel und exponierte Kanten vor Spritzwasser und Eis. Eine schwere Küchenplatte stabilisiert Raumklima, ist schnittfest und altert schön. Unter Steinflächen hilft eine kapillarbrechende Schicht, Frostschäden zu minimieren und Pfützen zu vermeiden.
Lehmputz puffert Feuchte beim Kochen und Trocknen nasser Handschuhe. Kalk hemmt Schimmel, reflektiert Licht und bleibt diffusionsoffen. Schafwolle dämmt, nimmt Gerüche auf und lässt sich flicken. Kanten mit Hanfstreifen abdichten, damit es nicht zieht. Mehrschalige Wände kombinieren Holz, Dämmung und Lehm für Trägheit ohne Dichtigkeitspanik. Achte auf Details an Steckdosenersatz, etwa Kerzenhalter, damit heiße Luft nicht hinter Verkleidungen staut.